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Metallstruktur in monochrom blau.

Praseodymoxid

Magnetischer Power-Zwilling von Neodymoxid

Was ist Praseodymoxid?

Praseodymoxid ist eine chemische Verbindung des seltenen Erdmetalls Praseodym und liegt meist in der Form Praseodym(III,IV)-oxid (Pr₆O₁₁) vor. Es handelt sich um ein dunkelgrünes bis schwarzbraunes Pulver, das zu den wichtigsten Industrieoxiden der Seltenen Erden zählt.

Es wird vor allem zur Herstellung von Hochleistungs-Permanentmagneten verwendet, die in Elektromotoren, Windkraftanlagen, Robotik und vielen elektronischen Geräten unverzichtbar sind. Zusammen mit Neodym bildet es das sogenannte NdPr-Oxid, das den Magneten ihre hohe Stärke verleiht.

Darüber hinaus findet Praseodymoxid Einsatz in der Glas- und Keramikindustrie, wo es Farbtöne erzeugt und UV-Strahlung absorbiert – etwa in Schweißerbrillen oder Spezialgläsern. Auch in Katalysatoren und hitzebeständigen Legierungen spielt es eine Rolle.

Seltene Erde Praseodymoxid auf blauen Hintergrund

Hauptanwendungsgebiete

  • Legierungen mit Kobalt und Eisen für starke Dauermagnete
  • Macht Neodym-Eisen-Bor-Magnete korrosionsbeständiger
  • Gibt Glas und Emaille grüne Farbe
  • Schweißerbrillen mit UV-Schutz
  • Hochfeste Metall-Legierungen mit Magnesium (z.B. für Flugzeugmotoren)
  • Katalyst für verschiedene chemische Reaktionen, auch für Autos
Chemielabor mit Glasbehältern die mit Flüssigkeiten gefüllt sind.

Preisentwicklung

Praseodymoxid ist ein zentrales Material für Hochleistungs-Permanentmagnete, die in Elektromotoren und Windkraftanlagen unverzichtbar sind. Die starke Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten sorgt dabei regelmäßig für Preisschwankungen. Da die Nachfrage durch Elektromobilität und erneuerbare Energien langfristig steigt, bieten temporäre Rückgänge weiterhin attraktive Nachkaufgelegenheiten.

Fakten über Praseodymoxid

Weltjahresproduktion

Produktionsanteil China

Recyclingrate EU

Abbau und Gewinnung

Praseodym wird nicht als reines Metall abgebaut, sondern aus Erzen gewonnen, die mehrere Seltene Erden enthalten – vor allem Monazit und Bastnäsit. Die wichtigsten Lagerstätten liegen in China, den USA (Mountain Pass) und Australien. Nach dem Abbau werden die Erze chemisch aufgeschlossen, um die Seltenen Erden zu lösen. Anschließend erfolgt eine aufwendige Trennung der Elemente, da sie chemisch sehr ähnlich sind. Das gewonnene Praseodym wird schließlich zu Praseodymoxid (Pr₆O₁₁) weiterverarbeitet, das als Pulver in Magneten, Gläsern und Legierungen eingesetzt wird.

Ein massiver, orangefarbener Hydraulikbagger in einem Tagebau vor einer dunklen Felswand unter blauem Himmel.

FAQ: Praseodymoxid

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