Schon heute unverzichtbar

Gallium ist ein silberweißes, leicht zu verflüssigendes Metall. Es schmilzt bereits bei 29,8 Grad Celsius und siedet erst bei 2403 Grad Celsius. Damit hat Gallium das größte Flüssigkeitsintervall aller Metalle. Diese Eigenschaft sorgt für ein immer größer werdendes Einsatzspektrum und ist nur schwer bis gar nicht zu substituieren. In der Natur kommt Gallium nur in geringem Umfang vor. Man findet das Metall meist als Beimischung in Aluminium-, Zink- oder Germanium-Erzen.

Gallium ist die Basis für viele heute noch revolutionär erscheinende technische Entwicklungen. So konnten Forschende die Herstellung von „grünem“ Wasserstoff aus Gallium und Aluminium optimieren sowie neue galliumhaltige Super-Solarzellen mit fast 50 Prozent Wirkungsgrad entwickeln. Auch in den Hochfrequenzbauteilen und Leistungsverstärkern für das 5G- bzw. 6G-Mobilfunknetz sowie in Festoxidbrennstoffzellen wird Gallium verbaut. Für die Industrie 4.0 wird Gallium mit solchen Forschungsergebnissen unverzichtbar sein, manch einer spricht schon von „neuem Öl“.

Fakten zu Gallium

Weltjahresproduktion (2020)

327 Tonnen

Geschätzter Anteil unseres Warenbestandes an der WJP

2,6 %

Geschätzte Nachfragesteigerung

> 10 % p. a.

Weltweite Reserven

keine aktuellen Zahlen

Hauptanwendungsgebiete

  • Integrierte Schaltungen
  • LEDs
  • Legierungen, Batterien, Magnete
  • Solartechnologie
  • „Grüner“ Wasserstoff
  • Computerkühlsysteme

Preisentwicklung

Als Kühlmittel, Wasserfilter und Mittel zur Erzeugung „grünen“ Wasserstoffs ist Gallium ein Metall mit Zukunft. Kein Wunder, dass angesichts kurzzeitiger Lieferstopps die Preise explodierten. Erst seit Kurzem ist der Import wieder möglich. Temporäre Knicke in der Preiskurve, wie der durch die Aufhebung des chinesischen Exportstopps entstandene, sind noch für gut 8 bis 10 Jahre beste Nachkaufgelegenheiten.

Haben sie schon von Nanorobotern aus galliumhaltigem „Memory-Foam“ gehört?