NEWS | 26. März 2025

Gallium-Mangel gefährdet die 4,4-Billionen-Dollar-KI-Revolution

Gallium ist ein unverzichtbares Technologiemetall, das für Fortschritte in Künstlicher Intelligenz (KI), Kommunikationssystemen und anderen Zukunftstechnologien essenziell ist. Ohne Gallium wären leistungsstarke KI-Chips, Hochgeschwindigkeits-5G-Netzwerke und militärische Kommunikationssysteme nicht realisierbar. Unternehmen wie NVIDIA, die an der Spitze der KI-Chip-Produktion stehen, sind auf eine stabile Galliumversorgung angewiesen.

Eine Studie von McKinsey schätzt, dass generative KI-Modelle jährliche Produktivitätsgewinne von bis zu 4,4 Billionen US-Dollar ermöglichen könnten. Doch dieser Fortschritt hängt von der Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe ab. Insbesondere der Ressourcenkrieg zwischen China und den USA stellt die Versorgung mit Gallium in Frage – ein Engpass hätte dramatische Folgen für die Technologiebranche und die globale Wirtschaft.

Gallium als Treiber von Innovation und Technologie

Gallium wird in hochmodernen Halbleitermaterialien wie Galliumarsenid (GaAs) und Galliumnitrid (GaN) eingesetzt. Diese Stoffe bilden die Basis für Hochleistungschips. Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon erzielte kürzlich mit der Fertigung von GaN-Chips auf 300-Millimeter-Wafern einen Durchbruch, der die Produktionseffizienz erheblich steigert. Damit könnte die Massenproduktion dieser leistungsfähigen Chips Realität werden, was die Nachfrage nach Gallium weiter antreiben dürfte.

Auch in anderen Schlüsseltechnologien ist Gallium unverzichtbar. Während Lidar-Systeme auf Germanium setzen, sind Radarsysteme und die Kommunikationsinfrastruktur autonomer Fahrzeuge direkt von Gallium abhängig. Ebenso erfordert der Ausbau moderner 5G-Netzwerke eine kontinuierliche Versorgung mit diesem Metall.

Der Ressourcenkrieg um Gallium

Chinas dominante Stellung in der Gallium-Produktion ist ein geopolitischer Brennpunkt. Das Land kontrolliert 98 % der weltweiten Primärproduktion und beeinflusst damit entscheidend die globalen Lieferketten. Im Jahr 2024 führte China Exportbeschränkungen für Gallium und Germanium ein – eine direkte Reaktion auf Handelsrestriktionen der USA.

Steigende Preise und Investitionschancen

Diese geopolitischen Spannungen haben erhebliche Auswirkungen auf die Galliumpreise. Seit 2021 sind die Preise um 250 % gestiegen, und mit einer weiteren Eskalation des Ressourcenkriegs ist mit weiteren Preisanstiegen zu rechnen. Besonders technologieintensive Branchen stehen vor Herausforderungen, während sich für Investoren neue Chancen eröffnen.

Angesichts der steigenden Nachfrage und knapper werdender Ressourcen gewinnt Gallium als strategisches Investment zunehmend an Bedeutung. Die langfristige Wertstabilität und hohe technologische Relevanz machen dieses Metall zu einer attraktiven Anlageoption.

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